Unsere Reise ins Upendo-Kinderdorf Anfang November 2025
Nach zehn intensiven Tagen ist unser Team wieder aus Ukunda zurückgekehrt – mit vielen Eindrücken, neuen Aufgaben und wichtigen Fortschritten im Gepäck. Da die Kinder aktuell ihre großen Ferien haben, wurden wir bei unserer Ankunft besonders herzlich begrüßt und fanden das Dorf voller Leben vor.
Erste Bestandsaufnahme – Wo aktuell Handlungsbedarf besteht
Schon kurz nach der Ankunft zeigte sich: Es gibt einiges zu tun. Die wichtigsten Punkte aus der aktuellen Lage:
- Vor dem Haupthaus müssen neue Abwasserleitungen gelegt werden, da die alten durch Wurzeln beschädigt wurden.
- Das Dach des Haupthauses ist nur noch mit Folie gesichert und muss vollständig erneuert werden.
- Ein im letzten Jahr repariertes Fahrrad ist erneut defekt, und eines unserer Autos hat einen Getriebeschaden.
- Alte Baumaterialien und Bauschutt mussten dringend entsorgt werden.
Nach einer umfassenden Begehung haben wir die Aufgaben priorisiert und verteilt – und direkt erste Maßnahmen angestoßen.
Was wir vor Ort bewegen konnten
In den folgenden Tagen konnten viele Themen erfolgreich in Angriff genommen oder bereits abgeschlossen werden:
- Angebote für die Dachsanierung wurden eingeholt und verhandelt.
- Das Haupttor wurde vom Schlosser repariert.
- Die Grundstücksmauer wurde vermessen, um sie aus Sicherheitsgründen zu erhöhen.
- Ein Leitungsplan wurde erstellt, zwei baufällige Gebäude abgetragen.
- Zudem führten wir eine Brandschutzübung durch und testeten die gesamte Feuerlöschanlage.
Auch das jährliche Board-of-Trustees-Meeting fand statt – mit wichtigen Gesprächen zu Kinderentwicklung, Personalsituation, Budgetplanung und strategischen Schritten für das kommende Jahr.
Gemeinsame Erlebnisse – und viel Spaß für die Kinder
Ein besonderes Highlight war der Ausflug mit allen Kindern ins Kijani-Schwimmbad: ein Tag voller Lachen, Planschen, Hühnchen, Pommes und Limonade – für viele ein unvergessliches Ferienerlebnis.
Auch im Dorf wurde viel gemeinsam geschafft:
- David, einer unserer älteren Jungen, der inzwischen eine Ausbildung zum Automechaniker macht, hat das Getriebe unseres Autos überprüft und repariert.
- Das defekte Fahrrad bekommt eine neue Kette.
- Der Bauschutt wurde Schritt für Schritt gemeinsam mit Kindern und Mitarbeitenden abgetragen.
Halloween, Feuerlöschtest und tatkräftige Hilfe
Kurz vor unserer Abreise stand Halloween an – und weil Kürbisse in Kenia schwer zu bekommen sind, schnitzten die Kinder kurzerhand kreative Wassermelonen-Gesichter. Parallel fand unser jährlicher Feuerlöschtest statt: Schläuche ausrollen, Pumpe starten, Druck prüfen. Für die Kinder ein Riesenspaß – und für einige Outfits eine Herausforderung.
Am Samstag packten dann alle noch einmal mit an: Kinder, Mitarbeitende und auch Andreas und Maik, die erst wenige Stunden zuvor gelandet waren, halfen beim Entsorgen des verbliebenen Bauschutts.
Zum Abschluss gab es noch eine Überraschung: ein neues (gebrauchtes) Fahrrad für das Dorf. Das alte war nicht mehr zu reparieren – umso größer war die Freude, als jeder eine Runde drehen durfte.
Es bleibt weiterhin viel zu tun – aber dank der engagierten Unterstützung unserer Austausch-Teams und der Mitarbeitenden vor Ort geht es Schritt für Schritt voran.
Ein herzliches Dankeschön
Wir blicken auf eine erfüllende Zeit zurück – voller Begegnungen, Fortschritte und gemeinsamer Momente mit den Kindern. Unser Dank gilt allen, die Upendo mit ihrem Wissen, ihrer Zeit und ihrer Energie unterstützen.
Asante sana – bis zum nächsten Besuch!